Kunstprojekt der Grundschule Bissendorf mit Sprachheilklassen

 

Seit dem 13.11.2008 ziert ein 3m x 3m großes farbiges Holzrelief die Außenfassade des Grundschulgebäudes im Eingangsbereich. Dieses überdimensionale Kunstwerk entstand in einer groß angelegten Kunst-Projektwoche der Klassen 2-4 Mitte September dieses Jahres. Es besteht aus 25 Einzelelementen und wurde von professionellen Künstlern zu einem großen „Gesamtkunstwerk“ arrangiert.

Angeregt durch eine großzügige Spende der Sparkasse Osnabrück bekam die Grundschule die Möglichkeit, zu einem Kunstprojekt sich vier namhafte Künstlerinnen und Künstler des „Kulturwerk Bildende Kunst e.V.“ aus der Osnabrücker Region einzuladen: Monika Witte, Elisabeth Lumme, Birgit Kannengießer und Klaus Kajak.

Gemeinsam mit dem Künstlerteam wurde ein Konzept erarbeitet, in das alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 4 eingebunden wurden. Ziel dieses Kunstprojekt war es, unter professioneller Anleitung und Hilfe kreativ gestaltete Werke - als „propädeutische“ Kunstwerke aus Kinderhand - herzustellen, die unter Beteiligung aller Kinder in gemeinschaftlicher Arbeit das Schulhaus verschönern sollen. Hierzu wurden Kunstobjekte geplant, die im Inneren des Schulgebäudes künstlerische Akzente in der Flur- und Hallengestaltung setzen sollte, darüber hinaus sollte aber auch ein großes Gemeinschafts-Kunstobjekt für die Außenfassade des Gebäudes entstehen, das der Schule ein deutlich sichtbares Erkennungsmerkmal bieten soll.

In diesen Projekttagen musste gewährleistet sein, dass alle 200 Kinder über die gesamte Zeit hinweg eingebunden sind in kreative Tätigkeiten und keine Aktionsleerläufe erfahren. Außerdem gehörte es zum Lernziel dieses außerordentlichen Kunstunterrichts, möglichst vielseitige Techniken künstlerischen Gestaltens vom Künstlerteam zu erfahren und mit ihm auszuprobieren. Hierzu zählten über die Farbgebung in der Malerei hinaus die Techniken der Collagen, des Stoffdrucks und des Objektbaus.

Um ein möglichst freies, kreatives Arbeiten aller Beteiligten mit Leim und Farben zu ermöglichen, wurde zur Vorbereitung der Projektarbeit von der Lehrerschaft die gesamte GS-Turnhalle vollständig mit gesponsertem trittfesten Papierbahnen ausgelegt, ebenso 5 Klassenräume im Schulgebäude. In einem zeitlich abgestimmten Aktionsplan wurde logistisch erreicht, dass alle Schülerinnen und Schüler sowohl die einzelnen Techniken kennen lernen und praktisch umsetzen als auch alle Kinder ihren Beitrag zum gemeinschaftlichen Objektbau (großes Kunstrelief für die Außenfassade) leisten konnten. Die geordnete Anleitung und Führung von 200 Kinderaktivisten in dieser kreativen Schaffenszeit erforderte denn auch ein gehöriges Maß an pädagogische Arbeit, die von der Lehrerschaft mit dem Künstlerteam geleistet werden musste.

In einer Abschlusspräsentation zum Ende der Projekttage wurden die vielseitigen Kunstwerke der gesamten Schülerschaft sowie der Schulöffentlichkeit vorgestellt und dabei sowohl das Sponsoring des Projekts durch Sparkasse und durch Firmen wie auch der ehrenamtliche Arbeitseinsatz helfender freiwilliger Eltern mit Dank gewürdigt.

Nun schmücken das Schulgebäude im Innenbereich bis zu 6m lange, großflächige Stoffbahnen und Bildflächen die verschiedenen Flurbereiche und Treppenhäuser, große begeh- und „bespielbare“  Kartonhäuser, kollagetechnisch strukturiert und farblich gestaltet laden im gesamten Schulhaus zum Verkriechen und Verstecken ein und ein repräsentatives halbplastisches Kunstobjekt an der Außenwand der Schule vermittelt dem Besucher den Eindruck, dass die Schule über das traditionelle Bild  einer kindgemäßen Lernumgebung hinaus zu einem auch ästhetisch ansprechenden Lebensraum gestaltet worden ist.

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